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Stationäre OP --> Gelenkprothetik --> Knie

Knie

Das künstliche Kniegelenk
Wie ist das natürliche Kniegelenk aufgebaut?

Das Kniegelenk  ist das größte Gelenk des Menschen. Oberschenkelknochen (Femur), das Schienbein (Tibia) und die Kniescheibe (Patella) bilden dabei die knöchernen Gelenkpartner. Das Kniegelenk ist ein zusammengesetztes Gelenk. Es besteht aus zwei Einzelgelenken, dem Kniescheibengelenk, welches sich zwischen Oberschenkelknochen und Kniescheibe befindet, und dem eigentlichen Kniekehlgelenk, das zwischen Oberschenkelknochen (Femur) und Schienbeinkopf (Tibia) liegt.
Das Kniekehlgelenk  ist eine Mischung aus einem Rad- und einem Scharniergelenk. Es ermöglicht die Beugung und Streckung, sowie im 90° gebeugten Knie eine leichte Ein- und Auswärtsdrehung des Unterschenkels. Es muss großen Belastungen standhalten, gleichzeitig aber ausreichende Beweglichkeit ermöglichen. Dies ermöglichen zahlreiche, stabilisierende Bänder, wie z.B. die Kreuz- und Seitenbänder , und eine Vielzahl verschiedener Muskeln.

Endocenter Kniegelenk 1
Knie

Endocenter Meniskus 1
Kniegelenk Meniskus


Was ist eine Knieendoprothese?

Eine Knieprothese ersetzt den verschlissenen Gelenkanteil des Knies durch eine künstliche Oberfläche. Die verschlissenen Knorpel- und Knochenschichten werden im Rahmen einer Operation entfernt und durch zwei künstliche Teile, nämlich das Oberschenkelknochenschild und das metallische Schienenbeinplateau ersetzt. Oberschenkelknochen und Schienbeinkopf werden praktisch überkront. Um zu vermeiden, dass diese beiden Gelenkflächen aufeinander reiben und somit Metallteile in das Gelenk eingelagert werden, wird zwischen die beiden Komponenten eine Kunststoffgleitfläche (Inlay) eingesetzt.
Wie man anhand der Abbildung erkennen kann, besteht eine Knieprothese mindestens aus zwei verschiedenen Komponenten: dem Oberschenkel- und dem Schienbeinanteil. Während diese beiden Komponenten stets ausgetauscht werden müssen, ist ein Austausch der Kniescheibenrückfläche nicht zwingend notwendig.

  • Der Oberschenkelanteil (=Femurkomponente),  besteht in der Regel aus einer Cobalt - Chrom - Legierung
  • Der Schienbeinanteil (= Tibiaplateau) besteht aus einer Metallkomponente, auf der ein Inlay, die Kunststoffauflage (=Gleitfläche) aufliegt.
  • Der Kniescheibenanteil besteht aus sehr hartem Kunststoff (Polyethylen). Der Austausch dieser Fläche ist nur selten notwendig.

Abbildung Knieprothese

  1. Oberschenkelknochen (Femur)
  2. Oberschenkel (Femur) -komponente
  3. Unterschenkel (Tibia) -komponente
  4. Schienbein (Tibia)
  5. Wadenbein (Fibula)

Endocenter Kniegelenk 2
Knie Prothese


Welche Knieendoprothesenarten gibt es?

Es ist nicht immer notwendig, das gesamte Kniegelenk zu ersetzen. Wenn z.B. nur der innere Teil des Kniegelenkes verschlissen ist, kann durch einen teilweisen Gelenkersatz (unikondyläre Endoprothese oder Hemischlitten) geholfen werden, ohne gleich das gesamte Gelenk zu ersetzen. Da das Kniegelenk vor allem durch seine Bänder (Kreuz- und Seitenbänder) stabilisiert wird, unterscheidet man die Knieprothesen zudem, inwieweit sie die stabilisierenden Funktionen der Bänder mit übernehmen:

Endocenter Knie
(links) Knie Röntgenbild und (rechts) Knie Prothese Unischlitten Röntgenbild


Man unterscheidet daher verschiedene Kopplungsgrade der Knieendoprothesen:

  • Ungekoppelte Endoprothesen (hierzu gehört auch der Gelenkteilersatz)
  • Teilweise gekoppelte Endoprothesen
  • Voll gekoppelte Endoprothesen oder auch Scharnierendoprothesen


 Die ungekoppelte Totalendoprothese


Wie beim natürlichen Gelenk sind hier Oberschenkelknochen und Schienbein nicht durch das Kunstgelenk miteinander verbunden. Die Stabilität des Kniegelenkes wird durch die erhaltenen Bänder gewährleistet. Nur die Funktion des vorderen Kreuzbandes wird von der Endoprothese mit übernommen. Nach der Operation sind praktisch alle normalen Bewegungen des Gelenkes möglich.


Die teilgekoppelte Totalendoprothese


Diese Form der Totalendoprothese kommt vor allem bei Patienten mit schwachem Bandapparat zum Einsatz. Das Kunstgelenk übernimmt teilweise die Funktion geschädigter Bandstrukturen, lässt aber trotzdem eine praktisch normale Beweglichkeit zu. Durch vom Schienbeinteil in den Oberschenkelteil der Endoprothese greifende Stifte oder Erhöhungen am Kunsstoffeinsatz (ultrakongruentes Inlay) können die Funktion des hinteren Kreuz- und teilweise der Seitenbänder mit übernommen werden.


Die  vollgekoppelte Totalendoprothese


Hier sind Oberschenkel- und Schienbeinteil der Endoprothese miteinander verbunden und übernehmen alle stabilisierenden Bandfunktionen selbst. Während beide Endoprothesenteile früher durch eine starre Achse verbunden waren und so nur Scharnierbewegungen zuließen, erlauben moderne gekoppelte Kunstgelenke auch Drehbewegungen des Unterschenkels und somit annähernd normale Bewegungen. Voll gekoppelte Kunstgelenke müssen relativ hohen Kräften standhalten, damit das Kniegelenk nicht umknickt und daher mit Stielen  im Oberschenkelknochen und dem Schienbein verankert werden. Sie werden besonders bei Wechseloperationen, instabilen Gelenken oder massiven O- und X-Beinen eingesetzt.


Wie wird eine Knieprothese auf dem Knochen befestigt?


Nachdem bei der Operation die verschlissenen Gelenkoberflächen entfernt worden sind, werden das Oberschenkel- und Schienbeinteil des Kunstgelenkes entweder mit dem sogenannten Knochenzement befestigt oder ohne diesen verklemmt und zusätzlich verschraubt. Heute werden die meisten Knieendoprothesen mit Knochenzement befestigt.


Welche Erfahrungen gibt es mit Kunstgelenken am Kniegelenk?


Der künstliche Kniegelenksersatz ist neben den Hüftendoprothesen der häufigste und erfolgreichste orthopädische Eingriff überhaupt. Anhand von großen sogenannten Registerstudien weiß man, dass etwas ältere Patienten ab dem 65. Lebensjahr eine weit über 90%ige Chance haben, über mehr als 16 Jahre mit ihrem Kunstgelenk leben zu können. Aufgrund der hervorragenden Behandlungsergebnisse werden Kniegelenksendoprothesen zunehmend auch bei jüngeren Patienten, die an einer schweren Gelenkdestruktion leiden eingesetzt.


Welches Implantat ist das richtige?


Die Auswahl der geeigneten Endoprothese und Verankerungsart ist abhängig von der Ursache der Erkrankung, Alter, Geschlecht, Knochenqualität und den individuellen Anforderungen des Patienten. Bedeutsam ist insbesondere in wieweit die natürlichen Bandstrukturen mit erkrankt sind und durch teil- oder vollständig gekoppelte Prothesen ersetzt werden müssen Für Verschleißerkrankungen, die nur einen Teil des Gelenkes (meist den inneren) betreffen, stehen Teilprothesen, sog. Hemischlitten oder unikompartimentelle Endoprothesen zur Verfügung. Anhand der gesundheitlichen Gegebenheiten und der Erwartungen des Patienten wird das für ihn günstigste Implantat vor der Operation zusammen mit dem Operateur ausgewählt.

 

Vor der Operation

Wie sieht die optimale OP Vorbereitung vor der Knieprothesenoperation aus?

Da die Operation in Narkose durchgeführt wird, muss entweder der Narkosearzt oder der Hausarzt bzw. ein Internist die Tauglichkeit zur Narkose feststellen (Narkosefähigkeit). Dies erfolgt durch die Überprüfung des allgemeinen Gesundheitszustandes. Gegebenenfalls müssen dann verschiedene Maßnahmen ergriffen werden, die die Fähigkeit zur Narkose herstellen.
Dies kann zum Beispiel

  • das Absetzen bestimmter Blut verdünnender Medikamente, wie beispielsweise Falithrom,Marcumar oder Aspirin bedeuten (in der Regel mind. zehn Tage vor dem operativen Eingriff). Aber auch bestimmte Medikamente gegen krankhaft erhöhten Blutzucker (Diabetes mellitus), z.B. Metformin, müssen zwei Tage vor der Operation abgesetzt werden, wohingegen die meisten Blutdruckmedikamente weiter genommen werden dürfen. Letztendlich sollten diese Entscheidungen, welche Medikamente wann abgesetzt werden müssen, zusammen mit dem Hausarzt und der operierenden Klinik getroffen werden.
  • die Behandlung einer Herzschwäche
  • die Einstellung des Blutdruckes bei erhöhtem Blutdruck
  • oder einer gegebenenfalls vorhandene Blutzuckererhöhung bei Zuckerkrankheit

bedeuten.

Die Abklärung der Narkosefähigkeit und damit verbunden des allgemeinen Gesundheitszustandes ist wesentlich für die postoperative Prognose und somit für den gesamten Wundheilungsprozess.
Darüber hinaus können aber auch diverse andere Maßnahmen ergriffen werden, die entweder den Eingriff selbst oder die Rehabilitationsphase betreffen und somit auch beeinflussen.
Physiotherapeutische Maßnahmen:
Sofern im Vorfeld der Operation bereits eine starke Bewegungsbeeinträchtigung vorliegt, sollten bereits vor der Operation physiotherapeutische Maßnahmen ergriffen werden. Hier kann dann die Kräftigung der Muskulatur, aber auch eine bessere Beweglichkeit erfolgen, die dem Patienten nach Einsatz der Prothese eine schnellere und verbesserte Rehabilitation ermöglichen soll.


Wie bereitet Ihr Operateur den Eingriff vor?


Im Rahmen einer ambulanten Operationsvorbereitung berät der Operateur über die günstigste Endoprothesenart und die notwendigen Vorbereitungen. In Abhängigkeit des Bewegungsausmaßes und der Bandstabilität des Kniegelenkes sowie anhand von Röntgenbildern wird das für Sie günstigste Prothesenmodell ausgewählt. Auch die Korrektur bestimmter Fehlstellungen ist möglich.
Die langjährige operative Erfahrung und Urteilsfähigkeit des Operateurs sind für eine optimale Planung unerlässlich.


Was kann der Patient tun?

Sie können auch dazu beitragen, dass die Operation ein voller Erfolg wird. Sie sollten so gesund und fit wie möglich in die Klinik kommen. Je besser Ihr allgemeiner Gesundheitszustand ist, umso reibungsloser verlaufen die Operation und die Heilung. Mit gezieltem Muskelaufbau können Sie gute Bedingungen für Ihr neues Gelenk schaffen. Bei Übergewicht sollte man vor der Operation abnehmen.
Es ist unerlässlich, dass Ihr Arzt über Medikamenteneinnahme und chronische Krankheiten wie Diabetes, oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen informiert ist. Das gleiche gilt für bestehende Allergien oder akute Infektionen. Im Gespräch mit dem Operateur und Narkosearzt werden alle wichtigen Fragen besprochen. Gemeinsam mit ihm treffen Sie die Entscheidung für Voll- oder Teilnarkose.


Die Operation

Im Rahmen einer Knieprothesenimplantation müssen verschiedene Operationsschritte durchgeführt werden. Da nicht jede Operation nach demselben Schema verläuft, sind unten stehend die entscheidenden und wichtigsten Schritte einer Knieprothesenimplantation dargelegt. Die nachfolgend erwähnten Einzelschritte erheben weder Anspruch auf Vollständigkeit noch sind sie chronologisch aufgelistet.
Sie sollen nur aufzeigen, welche Schritte in der Regel auf jeden Fall zu erwarten sind. Die eigentliche Operationszeit liegt zwischen 60 und 90 Minuten. Da allerdings immer individuelle Unterschiede herrschen, sind Abweichungen sowohl nach oben als auch nach unten durchaus möglich.
Nach Einleitung der Narkose wird der Patient in Rückenlage auf dem OP-Tisch gelagert. Eine Blutdruckmanschette wird am Oberschenkel des Patienten angelegt, um ihn in der so genannten Blutsperre (Blutleere) zu operieren. Neben der Tatsache, dass der Patient weniger Blut verliert, ermöglicht die Blutsperre dem Operateur auch eine bessere Sicht während der eigentlichen Operation. Nach der Hautdesinfektion wird das Kniegelenk von vorn eröffnet und die verschlissenen Menisken, Narben sowie das vordere Kreuzband entfernt. Wird ein Navigationsgerät verwendet, werden anschließend die Beinachse, das Bewegungsausmaß und die Bandstabilität ermittelt. Ohne Navigationsgerät richtet sich der Operateur nach der Planung anhand des Röntgenbildes.
Mittels spezieller Instrumente werden die Gelenkflächen so zurechtgeschnitten bzw. –gesägt, dass nach der Operation eine normale Beinachse, Beweglichkeit und Bandspannung wiederhergestellt werden. Dies wird während der Operation mittels Probeprothesen geprüft. Sind Stellung, Stabilität und Beweglichkeit gut rekonstruiert, werden die endgültigen Prothesenteile (meist zementiert) eingebracht. Um Blutergüsse zu vermeiden, werden Redondrainagen (Plastikschläuche zur Ableitung überschüssigen Blutes) eingelegt und die Wunde verschlossen.


Nachbehandlung

Die Nachbehandlung beginnt nahezu direkt nach der Operation und hat das Ziel, den Patienten so rasch wie möglich wieder in sein normales Leben zurückzubringen.
Bereits am ersten Tag nach der Operation wird das Kniegelenk mit Hilfe einer Motorschiene bewegt. Diese beugt und streckt das Bein in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen. Diesen ersten Bewegungsübungen folgen krankengymnastische Übungen. Mindestens genauso wichtig wie die oben geschilderten Bewegungsübungen ist es, dass der Patient wieder lernt „auf eigenen Füßen zu stehen“. Der Patient sollte in den ersten Tagen das Bett nur unter Mithilfe des Pflegepersonals verlassen. Mit Hilfe von Gehstützen („Krücken“), lernt der Patient wieder eigenständig zu gehen und meist nach fünf bis sechs Tagen auch Treppen zu steigen. Am zweiten Tag werden die Redondrainagen entfernt. Spätestens jetzt wird die Krankengymnastik intensiviert. Ziel ist es, die Beweglichkeit und die Funktionsfähigkeit des Kniegelenkes so zu steigern, dass ein gegenüber vor der Operation verbesserter Zustand erreicht wird. Stärke, Willenskraft und Selbstvertrauen sind sehr wichtig: Nur durch die Mitarbeit des Patienten ist ein verbesserter Zustand nach der Operation möglich.
Im weiteren Verlauf erfolgen regelmäßige Wund- und Laborkontrollen, um eine eventuell auftretende Störung der Wundheilung möglichst früh zu erkennen und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können.

So lange die Mobilisierung des Patienten nicht vollständig wiederhergestellt werden konnte und somit keine Vollbelastung möglich ist, ist die Thromboseprophylaxe in Form von Antithrombosestrümpfen und / Heparinspritzen von großer Bedeutung.
Sie sollten einen stationären Aufenthalt von etwa einer Woche bis zu zehn Tagen, sowie eine Rehabilitation von weiteren drei Wochen, die entweder stationär (in Form einer Kur) oder aber ambulant stattfinden kann, einplanen.

Während die meisten Patienten bereits kurz nach der Rehabilitationsmaßnahme wieder in ihr altes Leben zurückgehen, wird in der Regel die volle Beweglichkeit erst nach einigen Monaten erreicht. Dann erst sind die Schwellungen rückläufig und die Weichteile weitestgehend verheilt.
Deshalb sind regelmäßige Kontrollen sehr wichtig für den weiteren Verlauf der Heilung und die Verbesserung der Beweglichkeit.


Das Leben danach

Das Leben mit einem künstlichen Kniegelenk:
Das Ziel, welches mit einem künstlichen Kniegelenk erreicht werden soll, ist natürlich das schmerzfreie Bewegen des Kniegelenkes. Diese Schmerzfreiheit sollten Sie in aller Regel nach der Reha– Maßnahme erreicht haben. Die meisten Patienten können sich nach etwa einem viertel Jahr wieder voll belasten und auch schon weitere Strecken laufen. Häufig läßt das Kniegelenk aber auch trotz intensiven Trainings eine endgradige Beugung des Gelenks nicht zu. Tätigkeiten, die in einer tiefen Hocke ausgeführt werden sind dadurch etwas erschwert.


Wann kann ich wieder selbst autofahren?

Ein Auto sollten Sie erst nach etwa sechs Wochen wieder fahren. Mitfahren können Sie allerdings bereits deutlich früher.


Wann bin ich wieder voll arbeitsfähig?

Die Arbeitsfähigkeit ist natürlich vom Beruf abhängig. Viele Patienten mit einem stehenden oder gehenden Beruf kehren nach etwa acht bis zwölf Wochen wieder an ihren Arbeitsplatz zurück. Bei anderen Berufen ist auch eine frühere Rückkehr möglich.


Wie lange dauert die Gewöhnung an das Implantat?

Die Gewöhnungsphase kann mehr als ein Jahr andauern. In dieser Phase berichten manche Patienten über eine leichte Wetterfühligkeit im neuen Gelenk. Ein leichtes Klacken oder andere Empfindungen aus dem Knie können wahrgenommen werden.


Welche Sportarten kann man mit einer Hüftprothese betreiben?

Generell ist es wichtig, wieder aktiv zu werden und die Muskulatur zu trainieren. Mit einer Knieendoprothese können diverse Sportarten ausgeführt werden. Am besten sind Sportarten, die sie technisch beherrschen und bei denen die Belastung der Kniegelenke eher im gestreckten Zustand stattfindet. So sollten sie z.B. beim Fahrradfahren auf eine möglichst hohe Sitzposition achten. Generell gilt: je riskanter und Stoß belastender die Sportart ist, desto ungeeigneter erscheint sie für Knieprothesenträger!
Die neue Trendsportart Nordic walking ist auch mit einer Knieprothese nahezu bedenkenlos durchführbar und hat den Vorteil einer hohen Gehsicherheit durch die Stockunterstützung.
Nachfolgend aufgelistet finden Sie einige Empfehlungen zu verschiedenen Sportarten, die nach ihrem Eignungsgrad für Kniegelenksprothesenträger geordnet wurden.
Sportarten, die als geeignet bezeichnet werden können:

  • Schwimmen, am besten geeignet: Kraul- und Rückenschwimmen.
  • Gymnastik, sofern keine Extrembewegungen des operierten Gelenkes stattfinden.
  • Rudern, allerdings: Vermeiden einer zu extremen Kniebeugung.
  • Segeln
  • Paddeln
  • Wandern

Sportarten, die als bedingt geeignet gelten und möglichst nur von trainierten bzw. erfahrenen Patienten durchgeführt werden sollten:

  • Skilanglauf (Diagonaltechnik, breite Wanderskier sind besonders empfehlenswert)
  • Dauerlauf (nur bei guter Lauftechnik, weichem Boden und gefederten Laufschuhen)
  • Golf (nur bei guter Technik und wenig Torsion = Drehung)
     

Sportarten, die nach Einbau einer Kniegelenksprothese als nicht geeignet bezeichnet werden müssen:

  • Sportarten, deren Schwerpunkt im Schnelligkeits – Ausdauer – Bereich liegt
  • Kampfsportarten
  • Jegliche Sprungdisziplinen
  • Rückschlagspiele (Tennis, Squash, ...)
  • Die meisten Ballspiele
  • Alpiner Skilauf



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