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Handchirurgie
Aus unserem Leben nicht wegzudenken ist die Empfindung und Bewegung unserer Hände, sei es nun bei der Nahrungsaufnahme, der Erwerbstätigkeit oder sportlichen Betätigungen – wir brauchen unseren Tastsinn, das Kälte-Wärme Empfinden und unsere Motorik. Handchirurgie beschäftigt sich mit Problemen in der Hand und der gesamten oberen Extremität (von der Spitze der Hand bis hin zur Schulter). Hauptgebiete sind die operative und nichtoperative Behandlung von Verschleißerscheinungen, Verletzungen und Fehlbildungen der Hand sowie die operative Rekonstruktion nach Verletzungen oder Erkrankungen der Hand einschließlich mikrochirurgischer Techniken.

Zu den häufigen Erkrankungen zählen:
- Das Karpaltunnelsyndrom: Ist der durch den Karpaltunnel in die Hohlhand tretende Mittelnerv (Nervus Medianus) eingeklemmt, spricht man von dem Karpaltunnel- syndrom. Betroffen sind Menschen im mittleren bis hohen Lebensalter, vorwiegend Frauen. Bei Stoffwechselstörungen, Fettsucht ( Adipositas), Gicht, Zuckerkrankheit, Schilddrüsenunterfunktion oder bei Entzündungen und nach Verletzungen tritt die Erkrankung gehäuft auf. Die Patienten bemerken ein „Taubheitsgefühl“ in der Hand , mitunter ein „Kribbeln“ bis in den Arm und klagen über Probleme bei feinmotorischen Tätigkeiten sowie nächtliches Einschlafen der Hände.
- Die Dupuytrensche Kontraktur: Eine Erkrankung unklarer Ursache des Bindegewebes der Hand, welche häufig in Kombination mit rheumatischen und arthrotischen Erkrankungen, Arteriosklerose, Diabetes mellitus oder Gicht auftritt. Die zunehmende Versteifung der Finger in Beugefehlstellung führt neben dumpfen Schmerzen zu Problemen beim Greifen und häufigem Hängenbleiben der betroffenen Finger.
- Dem schnellenden Finger: Eine Sehnengleitstörung ist meist über dem Fingergrundgelenk in der Innenseite der Hand als Verdickung der sogenannten Ringbänder der Sehnenscheiden der Fingerbeuger zu spüren. Die Fingerbeugesehnen können nicht mehr normal in ihrer Sehnenscheide gleiten, sondern werden durch Schwellung der Sehnenscheide behindert. Die Sehne muss bei jeder Bewegung des Fingers diese ringartige Verengung passieren: Sie läuft nicht mehr glatt in ihrem Gleitlager und überwindet die Verengung nur erschwert mit einem hörbaren Schnappen.
- Die Daumensattelgelenksarthrose: Das Daumengrundgelenk ist sehr großen Belastungen ausgesetzt und neigt zu Verschleißerkrankungen. Besonders betroffen sind Frauen ab dem mittleren Alter. Die Patienten klagen über eine andauernde, handgelenksnahe, schmerzhafte Entzündung. Festes Zugreifen wird zunehmend zur Qual.
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